Am 3.6.18 war die Wetterprognose besonders für das südlich Deutschland gut, also war eine Strecke drin. Nur die K8 war noch zu haben, es war kaum Wind, also sollte das auch gehen, dachte ich.

Ich bin als erster der Segler gestartet, Tauberbischofsheim war als Wendepunkt der Zielrückkehrstrecke geloggt. Der erste Bart ging mit 1,5m integriert – alles passt. Nur die Basis mit 900m war noch sehr mau. Mit nur geringen Höhenverlusten flog ich höchstens mit 1000m über Plätzerniveau bis etwa Karlstadt, wo ich dann aber einen bösen Absaufer hatte: Hier waren die Wolken verlaufen und es fand sich darunter nichts mehr. Mein Aktionsradius bei der Gleitzahl der K8 und der geringen Höhe erlaubte leider keine Experimente. Als ich schon im Anflug auf ein Außenlandefeld war, bekam ich in 140m über Grund tatsächlich noch einen zerrissenen Aufwind, der mich dann rettete.
Ab dann ging es aber besser als zuvor. Die Basis stieg langsam auf 1300m und die Bärte waren zuverlässig. Tauberbischofsheim hatte ich scheller erreicht als geplant aber entschied mich dennoch für den Rückflug. Bis Neuhof bekam ich fast nur 2-3m Aufwinde. Im Geradeausflug bin ich zeitweise über 100km schnell geflogen! Die Zeit reichte, die 300km voll zu machen, also flog ich noch bis etwa Heringen und landete nach über 6 Stunden wieder am Plätzer.

Das war eine interessante Erfahrung. Nach 2 Stunden taten mit die Knochen vom Sitzen weh, danach wurde es wieder besser. Zum Problem wurde später die Kälte, die bis zuletzt immer schlimmer wurde.
Heute, am Tag danach, spüre ich meinen Körper mehr denn je. Entweder liegt es am Alter des Flugzeuges oder meinem.

Alles in Allem ein interessanter und spannender Flug in einem 60 Jahre alten Holzflugzeug. So reiht sich die K8 im OLC neben den Leistungsseglern dieser Zeit immerhin auf Platz 423 der Tageswertung.